
Iron Maiden feiern 2026 mit ihrer Run for Your Lives World Tour ihr 50-jähriges Bestehen und füllen Stadien auf der ganzen Welt. Zum Encore erklingt jedes Mal „Aces High“, eingeleitet von Churchills berühmter Rede, eine fast in Originalmnaßstab nachgebaute Spitfire fliegt über die Bühne und die Menge rastet aus. Für alle, die diese Energie auch abseits der Bühne erleben wollen, haben wir bei Revell zwei ganz besondere Modelle im Programm: die Spitfire Mk.II „Aces High“ Iron Maiden als klassischen Plastikmodellbausatz im Geschenkset und die Iron Maiden Spitfire MK.II Aces High als Klemmbausteinmodell im Revell Brick System. Beide Sets vereinen Luftfahrtgeschichte, ikonische Musik und anspruchsvollen Modellbau auf eine Weise, die es so noch nie gegeben hat.
Reginald Mitchell und die Geburt einer Legende
Die Geschichte der Supermarine Spitfire beginnt nicht in einem Cockpit, sondern am Zeichenbrett eines Mannes aus den Potteries, dem Keramikzentrum Mittelenglands. Reginald Joseph Mitchell, geboren 1895 in Butt Lane, Staffordshire, kam als junger Ingenieur zu den Supermarine Aviation Works nach Southampton. In den 1920er und 1930er Jahren entwarf er eine Reihe bahnbrechender Rennflugboote für den prestigeträchtigen Schneider-Trophy-Wettbewerb. Seine Supermarine S.6B gewann die Trophäe 1931 endgültig für Großbritannien und stellte dabei einen Geschwindigkeitsweltrekord von 407,5 mph auf.
Aus den aerodynamischen Erkenntnissen dieser Rennmaschinen entwickelte Mitchell ab 1934 die „Type 300″, ein revolutionäres Jagdflugzeug mit elliptischen Tragflächen und dem legendären Rolls-Royce Merlin Motor. Am 5. März 1936 hob der Prototyp K5054 vom Flugplatz Eastleigh ab, gesteuert von Testpilot Joseph „Mutt“ Summers. Sein knappes Urteil nach der Landung ging in die Luftfahrtgeschichte ein: „Don’t change a thing.“ Das Tragische an dieser Geschichte: Mitchell wurde 1933 mit Krebs diagnostiziert und arbeitete trotz seiner Erkrankung unermüdlich an der Fertigstellung des Prototyps. Er starb am 11. Juni 1937 im Alter von nur 42 Jahren und erlebte den Einsatz seiner Schöpfung im Kampf nie. Sein Nachfolger Joseph „Joe“ Smith übernahm die Weiterentwicklung der Spitfire und brachte sie durch den gesamten Zweiten Weltkrieg.
„Achtung, Spitfire!“ und die Luftschlacht um England
Der Moment, der die Spitfire zur Legende machte, kam im Sommer 1940. Nach dem Fall Frankreichs bereitete die deutsche Luftwaffe die Invasion Großbritanniens vor, und die Royal Air Force stand mit dem Rücken zur Wand. Im August 1940 ging die verbesserte Spitfire Mk II in den Frontdienst und verstärkte die 18 Spitfire-Staffeln, die bereits in der Luftschlacht um England kämpften. Die Spitfires übernahmen dabei vor allem die Aufgabe, die deutschen Begleitjäger vom Typ Messerschmitt Bf 109 zu bekämpfen, während die robusteren Hawker Hurricanes sich auf die Bomberverbände konzentrierten.
Obwohl die Hurricanes zahlenmäßig überlegen waren und rund sieben von zehn abgeschossenen deutschen Flugzeugen auf ihr Konto gingen, wurde die Spitfire zum Symbol des britischen Widerstands. Das lag nicht zuletzt an der sogenannten „Spitfire Fund“ Kampagne, die Lord Beaverbrook als Minister für Flugzeugproduktion ins Leben rief und die britische Bevölkerung aufrief, Geld für den Bau neuer Spitfires zu spenden. Ganze Gemeinden, Schulklassen und Vereine sammelten Beträge, um „ihre“ Spitfire zu finanzieren. Auf deutscher Seite war der Ruf „Achtung, Spitfire!“ zum gefürchteten Alarmruf geworden.
Eine besondere Anekdote verdient Erwähnung: Die frühen Spitfires hatten ein Problem mit ihrem Vergasersystem, das bei negativen G-Kräften den Motor zum Stottern brachte. Die Piloten mussten eine halbe Rolle fliegen, bevor sie in den Sturzflug gehen konnten. Erst die Ingenieurin Beatrice „Tilly“ Shilling entwickelte einen simplen, aber genialen Kraftstoffbegrenzer, den die Piloten mit typisch britischem Humor „Miss Shilling’s Orifice“ tauften und der das Problem elegant löste.
Die Spitfire auf der Leinwand
Kaum ein anderes Flugzeug hat die Film- und Fernsehgeschichte so geprägt wie die Spitfire. Bereits 1942, mitten im Krieg, drehte Leslie Howard den Film „The First of the Few“ (in den USA unter dem Titel „Spitfire“ veröffentlicht), eine dramatisierte Biografie von R.J. Mitchell mit einer mitreißenden Filmmusik von William Walton. Howard selbst, bekannt als Ashley Wilkes aus „Vom Winde verweht“, wurde tragischerweise nur ein Jahr nach der Premiere von der Luftwaffe abgeschossen, als sein Zivilflugzeug über dem Golf von Biskaya angegriffen wurde.
1969 setzte Guy Hamilton mit „Battle of Britain“ Maßstäbe für Luftkampfszenen im Film. Die Produktion versammelte über 100 historische Flugzeuge, darunter 27 Spitfires, von denen 12 noch flugfähig waren. Michael Caine, Christopher Plummer und Robert Shaw spielten RAF-Piloten. Fast fünf Jahrzehnte später knüpfte Christopher Nolan mit „Dunkirk“ (2017) an diese Tradition an: Tom Hardy spielte einen Spitfire-Piloten, der über den Stränden von Dünkirchen kämpft, und die Schlussszene, in der seine Spitfire mit stehendem Propeller über den Strand gleitet und schließlich in Flammen aufgeht, gehört zu den eindrucksvollsten Filmbildern des 21. Jahrhunderts. Die Landung wurde mit einer echten Spitfire am Originalschauplatz gedreht, und es war das erste Mal seit 1940, dass ein Flugzeug auf diesem Strand aufsetzte. Danach steckte die Maschine allerdings im Sand fest und musste vor der einsetzenden Flut gerettet werden.
Auch in der Dokumentarfilmwelt hat die Spitfire ihren festen Platz. „Spitfire: The Plane That Saved the World“ (2018, verfügbar auf Netflix) erzählt die Geschichte des Flugzeugs durch die Augen der letzten überlebenden Veteranen und zeigt atemberaubende Luftaufnahmen. Die RAF unterhält bis heute den Battle of Britain Memorial Flight mit fünf flugfähigen Spitfires, die bei Zeremonien und Flugvorführungen regelmäßig zu sehen sind. Bei der Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton 2011 begleitete eine Spitfire zusammen mit einer Hurricane den Festflug über London.
„Aces High“: Wie Iron Maiden der Spitfire ein musikalisches Denkmal setzten
1984 schrieb Bassist Steve Harris einen Song, der die Intensität eines Luftkampfs in Klang übersetzte. „Aces High“ erschien als zweite Single des Albums „Powerslave“ und erzählt aus der Perspektive eines RAF-Piloten während der Luftschlacht um England. Die rasenden Gitarrenharmonien von Dave Murray und Adrian Smith, die galoppierende Basslinie von Harris und Bruce Dickinsons Gesang, der ihm den Spitznamen „Air Raid Siren“ eingebracht hatte, verschmelzen zu einem der intensivsten Songs der Heavy-Metal-Geschichte. Die Single erreichte Platz 20 der britischen Charts, doch ihre wahre Bedeutung geht weit über jede Chartplatzierung hinaus.
Bandkünstler Derek Riggs schuf für das Cover ein ikonisches Bild: Eddie, das Maskottchen der Band, im Cockpit einer Spitfire, mitten im Luftkampf. Auf der Rückseite des Covers sind Eddies Abschussmarkierungen zu sehen, dargestellt als verschiedene frühere Eddie-Inkarnationen von vorangegangenen Alben. Eine Entstehungsgeschichte verdient besondere Aufmerksamkeit: Die Band hatte sich auf der Kanalinsel Jersey eingerichtet, um an „Powerslave“ zu arbeiten, also an einem Ort, der von 1940 bis 1945 unter deutscher Besatzung gestanden hatte und wo die Narben des Krieges noch Jahrzehnte später spürbar waren. Schlagzeuger Nicko McBrain behauptete zudem, er habe Harris zum Song inspiriert, weil er damals gerade auf Jersey das Fliegen lernte.
Live wird „Aces High“ seit jeher von Winston Churchills berühmter Rede „We shall fight on the beaches“ eingeleitet. Auf der Legacy of the Beast Tour 2018/2019 ließ die Band eine maßstabsgetreue Spitfire-Nachbildung über die Bühne fliegen, ein 90-prozentiges Replikat einer echten Supermarine Spitfire Mk Vb mit der Registrierungsnummer AA 853 der polnischen 302. Staffel, die 1941 im aktiven Dienst gestanden hatte. Bruce Dickinson, selbst lizenzierter Verkehrspilot, kommentierte das mit den Worten, man hätte sie gern in Originalgröße gebaut, musste sie aber um zehn Prozent verkleinern, damit sie auf die Festivalbühnen passte.
Auch auf der aktuellen Run for Your Lives World Tour 2026, mit der die Band ihr 50-jähriges Bestehen feiert, steht „Aces High“ als Encore-Opener fest im Programm. Die Tour startete am 23. Mai 2026 in Athen und führt die Band durch Europa, Nordamerika, Südamerika und bis November nach Australien und Japan. „Aces High“ bleibt dabei einer der emotionalsten Momente jeder Show.
Zwei Modelle, eine Legende: Die Spitfire „Aces High“ zum Selberbauen
Für alle, die sich ein Stück dieser Faszination nach Hause holen wollen, haben wir bei Revell zwei grundverschiedene Wege zur eigenen Iron Maiden Spitfire im Angebot.
Das Geschenkset Spitfire Mk.II „Aces High“ Iron Maiden ist ein klassischer Plastikmodellbausatz im Maßstab 1:32 mit 134 Einzelteilen, der bei einer Länge von 28,6 cm und einer Flügelspannweite von 35,1 cm beeindruckende Dimensionen erreicht. Als Geschenkset enthält er bereits Kleber, Farben und Pinsel, sodass ihr direkt loslegen könnt, ohne Zubehör nachkaufen zu müssen. Das Modell punktet mit einem detaillierten Cockpit samt Instrumentenbord, beweglichem Propeller, detailliertem Fahrwerk und einer geteilten Kanzelverglasung. Ihr bekommt originalgetreue Abziehbilder sowohl für die historische Aces-High-Version als auch für Iron Maidens Bühnenversion und könnt euch so für eure bevorzugte Variante entscheiden. Das absolute Highlight für Fans: Im Set enthalten sind gleich zwei Eddie-Pilotenfiguren, eine sitzende und eine stehende, sodass Eddie entweder im Cockpit oder neben der Maschine präsentiert werden kann. Für 40,99 Euro ist dieses Set ab einem Alter von 12 Jahren ein idealer Einstieg in die Welt des Modellbaus mit echtem Iron-Maiden-Flair.
Wer mehr Platz auf dem Bautisch und ein längeres Bauerlebnis sucht, findet in der Iron Maiden Spitfire MK.II Aces High im Revell Brick System das passende Großprojekt. Dieses Klemmbausteinmodell im Maßstab 1:18 besteht aus über 2.800 Teilen und erreicht eine beeindruckende Spannweite von mehr als 60 Zentimetern. Der Aufbau ist in mehrere Bauabschnitte gegliedert und beginnt beim inneren Skelett des Flugzeugs, über den detaillierten Nachbau des Rolls-Royce Merlin Motors bis hin zu den charakteristischen elliptischen Tragflächen. Das Camouflage-Muster der Spitfire entsteht dabei nicht durch Aufkleber, sondern durch das farbliche Zusammenspiel der einzelnen Bricks. Raffinierte SNOT-Techniken (Studs Not On Top) und clevere Winkelkonstruktionen ermöglichen es, die runde, aerodynamische Formgebung des Originals nachzubilden. Auch hier thront eine exklusive Eddie-Figur in voller Fliegermontur im Cockpit. Das Set ist ab 18 Jahren empfohlen und richtet sich an erfahrene Modellbauer und Sammler, die ein echtes Statement-Stück für ihr Regal suchen.
Vim Basteltisch ins Regal: Warum die Spitfire zeitlos fasziniert
Von den insgesamt über 20.300 gebauten Spitfires sind heute schätzungsweise 50 bis 70 Exemplare weltweit noch flugfähig. Rund 70 weitere stehen als statische Exponate in Museen, und über 100 werden aktiv restauriert. Im Jahr 2026, genau 90 Jahre nach dem Erstflug des Prototyps, absolvierte eine restaurierte zweisitzige Spitfire eine Jubiläumstour durch ganz Großbritannien, bei der Mitglieder der Öffentlichkeit für einen Sitzplatz im Cockpit mitbieten konnten. Die RAF stellte dafür Begleitflugzeuge bereit, darunter Typhoons und möglicherweise sogar F-35 Lightning.
Diese lebendige Begeisterung für ein 90 Jahre altes Flugzeug zeigt, dass die Spitfire weit mehr ist als ein technisches Artefakt. Sie steht für Ingenieurskunst, für Mut und für einen Wendepunkt der Geschichte. Wenn Iron Maiden diese Symbolkraft in Musik verwandeln und wir bei Revell sie in präzise Modellbausätze übersetzen, entsteht etwas, das über die Summe seiner Teile hinausgeht.
Egal ob ihr euch für den klassischen Plastikmodellbausatz oder das Klemmbausteinmodell entscheidet: Am Ende haltet ihr ein Stück Luftfahrt- und Musikgeschichte in den Händen, das in keiner Sammlung fehlen sollte.
Holt euch das Geschenkset Spitfire Mk.II „Aces High“ Iron Maiden (Art. Nr. 056889090) für 40,99 Euro oder die Iron Maiden Spitfire MK.II Aces High im Brick System (Art. Nr. 009629090) für 205,00 Euro direkt in unserem Shop.
Technische Daten im Überblick
Geschenkset Spitfire Mk.II „Aces High“ Iron Maiden (Art. Nr. 056889090)
Maßstab 1:32, 134 Einzelteile, Länge 28,6 cm, Spannweite 35,1 cm, Altersempfehlung ab 12 Jahren, inklusive Kleber, Farben, Pinsel und zwei Eddie-Pilotenfiguren (sitzend und stehend), originalgetreue Abziehbilder für die Aces-High-Version und Iron Maidens Bühnenversion, Preis 40,99 Euro.
Iron Maiden Spitfire MK.II Aces High im Brick System (Art. Nr. 009629090)
Maßstab 1:18, über 2.815 Einzelteile, Spannweite über 60 cm, Altersempfehlung ab 18 Jahren, inklusive exklusiver Eddie-Pilotenfigur in Fliegermontur, authentisches Camouflage-Muster aus farbigen Bricks, offizielle Iron Maiden Lizenzierung, Preis 205,00 Euro.
Inspirationen zum Bau
Ein tolles Walkaround um eine Spitfire im Imperial War Museum
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Und hier habt Ihr ein erstes Unboxing vom deutschen Klemmbaustein Youtuber Johnny
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