60 Jahre Star Trek: Mit 3 Enterprises in euer erstes Modellbauprojekt

Von 29. Oktober 2026Allgemein11 min Lesezeit

Am 8. September 1966 lief in den USA die allererste Folge von Star Trek im Fernsehen. Sechzig Jahre später ist aus einer kleinen Serie mit Pappkulissen und bunten Uniformen ein ganzes Universum geworden, das Generationen von Fans geprägt hat. Ausgerechnet in diesem Jubiläumsjahr müssen wir uns von einem Mitglied der ursprünglichen Brückencrew verabschieden. Walter Koenig, der als junger Navigator Pavel Chekov an der Steuerkonsole der Enterprise saß, ist am 25. Oktober 2026 im Alter von 90 Jahren in seinem Zuhause in North Hollywood gestorben. Seine Tochter und seine Nichte waren in seinen letzten Stunden bei ihm.

Für uns ist das Jubiläum ein guter Anlass, gemeinsam mit euch auf sechs Jahrzehnte Star Trek zurückzublicken und euch drei Raumschiffe vorzustellen, mit denen ihr eure Leidenschaft für die unendlichen Weiten auf euren Basteltisch holen könnt:

Besonders, wenn ihr Star Trek seit Jahren liebt, euch aber noch nie an einen Modellbausatz herangetraut habt, ist die NCC-1701 TOS etwas für Euch.

Walter Koenig: Der Navigator, der eigentlich gar nicht eingeplant war

Walter Koenig gehörte nicht zur ursprünglichen Besetzung. Erst 1967, mit Beginn der zweiten Staffel, stieß er zur Crew der Enterprise. Die Produzenten wollten eine jüngere Figur an Bord holen, mit der sich auch das jugendliche Publikum identifizieren konnte. In seinen ersten Folgen trug Koenig deshalb sogar eine Perücke, weil man ihm eine Frisur im Stil der damals angesagten Popband The Monkees verpassen wollte. Mit seinem markanten russischen Akzent und seinem trockenen Humor wurde Chekov trotzdem ganz schnell zum Publikumsliebling.

Koenig spielte die Rolle nicht nur in der Serie, sondern ab 1979 auch in sieben Kinofilmen. Später begeisterte er Science Fiction Fans noch einmal als undurchsichtiger Telepath Alfred Bester in Babylon 5, und 2012 erhielt er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Sein langjähriger Kollege George Takei, der Darsteller von Sulu, erinnerte nach Koenigs Tod daran, dass sein Freund weit mehr war als Chekov, nämlich auch Autor, Lehrer und ein nachdenklicher, treuer Mensch. Wer möchte, kann sich in den kommenden Wochen also mit einer klassischen Folge und einem Bausatz der Original Enterprise an Chekovs Arbeitsplatz zurückversetzen.

Sechs Jahrzehnte Star Trek: Von der abgesetzten Serie zum Kultphänomen

Als Gene Roddenberry seine Idee eines friedlichen Forschungsraumschiffs entwickelte, ahnte niemand, wie groß sie einmal werden würde. Die Originalserie lief von 1966 bis 1969 beim amerikanischen Sender NBC und kämpfte von Anfang an mit mäßigen Einschaltquoten. Schon nach der zweiten Staffel drohte das Aus, doch eine beispiellose Briefaktion der Fans rettete die Serie für eine dritte Staffel. Danach war zunächst Schluss.

Richtig groß wurde Star Trek erst in den Jahren danach. Wiederholungen im Fernsehen und die ersten Fan Conventions machten die Crew um Captain Kirk, Spock und Doktor McCoy zu Ikonen. In Deutschland lief die Serie ab 1972 im ZDF unter dem Titel Raumschiff Enterprise, und viele von euch dürften damit aufgewachsen sein. 1979 kam die Enterprise mit Star Trek: Der Film zum ersten Mal ins Kino, es folgten weitere Filme mit der Originalcrew.

Ab 1987 startete mit The Next Generation eine neue Ära unter Captain Picard, gefolgt von Deep Space Nine, Voyager und Enterprise. 2009 erweckte J. J. Abrams die klassische Crew in einer alternativen Zeitlinie mit jungen Darstellern neu, und seit 2017 erzählen Serien wie Discovery, Picard, Strange New Worlds und Lower Decks das Universum auf Streamingplattformen weiter. Was all diese Geschichten verbindet, ist die Hoffnung auf eine Zukunft, in der Neugier, Vielfalt und Zusammenarbeit wichtiger sind als Eroberung. Und natürlich die Raumschiffe, die für viele Fans genauso zu den Hauptfiguren gehören wie die Crew.

Warum Star Trek und Modellbau so gut zusammenpassen

Wenn draußen der Herbstregen gegen die Fenster prasselt und es schon am Nachmittag dunkel wird, gibt es kaum etwas Schöneres als ein Projekt, an dem ihr Abend für Abend ein Stückchen weiterbauen könnt. Genau hier treffen sich Star Trek und Modellbau. Ihr kennt jede Linie dieser Schiffe aus unzähligen Folgen, und beim Bauen entdeckt ihr sie noch einmal ganz neu. Plötzlich versteht ihr, wie die Untertassensektion mit dem Sekundärrumpf verbunden ist, warum die Warpgondeln so weit nach hinten ragen und wie viel Detail in den Bussardkollektoren steckt.

Viele Einsteiger haben Respekt vor Kleber, Farben und kleinen Teilen. Diese Sorge können wir euch nehmen. Unsere Bausätze sind in Level eingeteilt, die euch zeigen, was auf euch zukommt. Ein Bausatz auf Level 3 verlangt sauberes Kleben und etwas Bemalung, ist aber übersichtlich genug, dass ihr ihn ohne Vorkenntnisse gut schaffen könnt. Als Grundausstattung reichen Plastikkleber, ein Seitenschneider, ein paar Pinsel, die passenden Farben und eine gute Lampe. Alles Weitere lernt ihr beim Bauen, und mit jedem fertigen Bauabschnitt wächst nicht nur das Raumschiff, sondern auch euer Selbstvertrauen. Unser Tipp für den Start ist deshalb ganz klar die U.S.S. Enterprise NCC-1701 (TOS), die ihr direkt bei uns im Shop findet. Wer danach Lust auf mehr hat, nimmt sich die U.S.S. Voyager oder die Enterprise aus Into Darkness vor.

U.S.S. Enterprise NCC-1701 (TOS): Das Original für euren Einstieg

Unsere Enterprise aus der Originalserie entsteht im Maßstab 1:600 aus 117 Teilen und misst fertig gebaut stolze 48 Zentimeter. Großflächige Teile für die Untertassensektion, ein mehrteiliger Deflektor und zahlreiche Klarteile für Bussardkollektoren und Warpgondeln sorgen dafür, dass ihr schnell sichtbare Fortschritte macht und am Ende trotzdem ein detailreiches Modell auf dem Displayständer habt. Weil der Bausatz auf Level 3 eingestuft ist, eignet er sich hervorragend als erstes Projekt.

Designer Matt Jefferies entwarf die Enterprise Mitte der Sechzigerjahre und wählte die Kennung NCC in Anlehnung an die Registrierungen amerikanischer Flugzeuge. Die Zahl 1701 stand dabei für das siebzehnte Projekt und das erste Schiff dieser Bauserie, und sie sollte sich auf dem Bildschirm gut lesen lassen.

Das originale Studiomodell aus der Serie ist gut drei Meter lang und gehört heute zur Sammlung des National Air and Space Museum der Smithsonian Institution. Pünktlich zum fünfzigsten Jubiläum von Star Trek wurde es 2016 aufwendig restauriert und hängt seitdem dort, wo sonst echte Luft und Raumfahrtgeschichte ausgestellt wird.

In der Folge The Doomsday Machine trifft die Enterprise auf ihr schwer beschädigtes Schwesterschiff U.S.S. Constellation. Das Filmmodell dafür war ein ganz gewöhnlicher Modellbausatz der Enterprise, den das Effektteam umnummeriert und mit Brandspuren versehen hatte. Modellbau ist also schon seit 1967 ein Teil der Star Trek Geschichte. In unserem Bausatz liegen übrigens Abziehbilder für die Constellation und die Potemkin bei, sodass ihr euch selbst entscheiden könnt, welches Schiff der Constitution Klasse bei euch im Regal steht.

U.S.S. Voyager: Die lange Reise nach Hause

Die U.S.S. Voyager unter Captain Kathryn Janeway wird gleich in ihrer ersten Mission in den Delta Quadranten verschlagen, rund 70.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Unser Bausatz im Maßstab 1:670 besteht aus 67 Teilen und erreicht eine Länge von gut 51 Zentimetern. Mit Level 4 ist er der logische nächste Schritt, wenn ihr eure erste Enterprise gemeistert habt und euch an etwas feinere Arbeiten wagen möchtet.

Die erste Besonderheit erkennt ihr direkt am Modell. Die Pylonen der Voyager lassen sich schwenken, genau wie im Original. Die Designer erklärten diese beweglichen Warpgondeln damit, dass Schiffe dieser Generation den Subraum beim Warpflug schonen sollten, denn dieses Problem hatte die Serie The Next Generation zuvor aufgegriffen. Beim Bauen könnt ihr also entscheiden, ob eure Voyager im Reiseflug oder bereit zum Sprung auf Warp im Regal steht.

Die Voyager konnte auf Planeten landen. Zum ersten Mal sahen die Fans das zu Beginn der zweiten Staffel in der Folge The 37’s, als das Schiff mit ausgefahrenen Landestützen sanft auf einer fremden Welt aufsetzte.

Ursprünglich sollte die französisch kanadische Schauspielerin Geneviève Bujold die Captain spielen, doch sie stieg schon nach wenigen Drehtagen wieder aus. Kate Mulgrew übernahm die Rolle und machte Janeway zur ersten Frau, die eine Star Trek Serie als Captain anführte. Für viele Fans ist sie bis heute eine der stärksten Figuren des gesamten Universums.

U.S.S. Enterprise NCC-1701 aus Into Darkness: Die Enterprise der neuen Generation

Mit Star Trek Into Darkness kam die Enterprise 2013 in einer modernen Interpretation zurück ins Kino. Unser Bausatz im Maßstab 1:500 besteht aus 91 Teilen und ist mit fast 59 Zentimetern das größte der drei Modelle. Zweiteilige Untertassensektion, separate Kommandobrücke, mehrteilige Warpgondeln mit separaten Pylonen und viele Klarteile machen ihn zu einem echten Hingucker. Wer später noch tiefer einsteigen möchte, kann das Modell sogar beleuchten, die Technik dafür ist allerdings separat erhältlich.

Gleich zu Beginn versteckt sich die Enterprise auf dem Grund eines Ozeans auf dem Planeten Nibiru, um von den Einheimischen nicht entdeckt zu werden. Dass ein Raumschiff dieser Größe tauchen kann, sorgte unter Fans für leidenschaftliche Diskussionen, und der Moment, in dem es aus dem Meer aufsteigt, gehört zu den eindrucksvollsten Bildern des Films.

In Into Darkness verkörperte Anton Yelchin den jungen Chekov, der leider bereits 2016 viel zu früh starb. Als Scotty im Film das Schiff verlässt, übernimmt Chekov kurzerhand den Maschinenraum und muss dafür das berühmte rote Hemd anziehen, was eingefleischte Fans mit einem Schmunzeln quittierten. Die Figur, die Koenig einst geprägt hatte, rückte damit noch einmal ins Zentrum der Handlung.

Im Finale opfert sich Captain Kirk im Warpkern, um sein Schiff zu retten, während Spock hilflos hinter der Glasscheibe steht. Die Szene spiegelt ganz bewusst den berühmten Abschied aus Der Zorn des Khan von 1982 wider, nur mit vertauschten Rollen. Wer beide Filme kennt, sieht diese Enterprise mit ganz anderen Augen.

Setzt Euren Kurs für die langen Abende

Ob ihr seit den Siebzigern mit Raumschiff Enterprise aufgewachsen seid, mit Janeway durch den Delta Quadranten gereist seid oder die neue Crew im Kino entdeckt habt: Das Jubiläumsjahr ist der perfekte Moment, um aus eurer Liebe zu Star Trek ein Projekt für die Hände zu machen. Startet mit der klassischen Enterprise, lasst euch Zeit, und genießt jeden Abend, an dem euer Schiff ein Stück weiter Form annimmt. Ganz im Sinne von Walter Koenig und der gesamten Crew wünschen wir euch dabei viel Freude.

Alle drei Bausätze findet ihr bei uns im Shop: die U.S.S. Enterprise NCC-1701 (TOS), die U.S.S. Voyager und die U.S.S. Enterprise NCC-1701 Into Darkness.

Technische Daten der Bausätze

U.S.S. Enterprise NCC-1701 (TOS)

  • Maßstab 1:600
  • 117 Teile
  • Länge 481 mm, Breite 213 mm, Höhe 101 mm
  • Level 3, empfohlen ab 10 Jahren
  • Abziehbilder für Enterprise, Potemkin und Constellation
  • Displayständer und bebilderte, mehrsprachige Bauanleitung

U.S.S. Voyager

  • Maßstab 1:670
  • 67 Teile
  • Länge 514 mm, Breite 201 mm, Höhe 83 mm
  • Level 4, empfohlen ab 12 Jahren
  • Schwenkbare Pylonen und viele Klarteile
  • Displayständer und bebilderte, mehrsprachige Bauanleitung

U.S.S. Enterprise NCC-1701 Into Darkness

  • Maßstab 1:500
  • 91 Teile
  • Länge 588 mm
  • Level 4, empfohlen ab 12 Jahren
  • Beleuchtungsmöglichkeit, Beleuchtung nicht enthalten
  • Displayständer und Bauanleitung mit Bemalungshinweisen