Lufthansa Jubiläumsmodell Lockheed L-1049G Super Constellation im Maßstab 1:144

Von 26. Februar 2026März 5th, 2026Modellbau11 min Lesezeit

Die Lockheed L‑1049G Super Constellation (Revell Shop Link) ist für viele Flugzeugliebhaber nicht nur ein Flieger, sondern ein Symbol für die goldene Ära der zivilen Luftfahrt. Ihre elegante, runde Schnauze, die schmalen Flügel und die markanten Heckflossen haben sie zu einem der fotogensten Luftfahrzeuge gemacht, die jemals in Serie flogen. Die Super Constellation knüpft dabei nahtlos an die legendäre „Connie“ L‑049 an und setzt die Linie der Lockheed‑Pistonpropeller‑Linienflugzeuge in die 1950er Jahre fort. Für uns als Modellbauer ist sie genau deshalb so spannend, weil sie uns eine Maschine in die Hand gibt, die damals Luxus und Komfort auf höchstem Niveau verkörperte.

Für die Lufthansa markierte die Super Constellation den Einstieg in die Langstrecke im Nachkriegsdeutschland. Die ersten L‑1049G wurden 1955 ausgeliefert, darunter die berühmte „D‑ALEM“, mit der die Airline ihren Transatlantikdienst auf der Strecke Düsseldorf–Shannon–New York eröffnete. Die Super Constellation war damit auch ein politisches und wirtschaftliches Statement: die Lufthansa war wieder auf der Weltbühne zurück. Jedes Mal, wenn ihr heute diese Lockheed L‑1049G baut, bringt ihr ein Stück dieser Geschichte in euer Zimmer oder aufs Display.

Die Super Constellation bei Lufthansa – Fliegen im Flair der 50er

Die acht L‑1049G, die die Lufthansa in den 1950er Jahren einsetzte, bildeten zusammen mit den später nachgereichten L‑1649A Super Star Constellations den Kern der ersten Langstreckenflotte der neuen Gesellschaft. Die Super Constellation war damals ein Flieger, der Passagiere auf Atlantikstrecken in einer Art und Weise beförderte, wie man sie heute nur noch in Filmen oder historischen Fotos sieht. Die Kabinen waren relativ geräumig, die Motoren klangen tief und voll, und die Flugzeuge wirkten deutlich „menschlicher“ als die späteren Düsentriebwerksmaschinen.

Für uns als Modellbauer ist das besonders reizvoll, weil ihr mit dem Revell‑Bausatz genau diese Epoche festhalten könnt: die frühen 50er‑Jahre‑Lackierung der Lufthansa, die ihr direkt auf dem Modell nachbauen könnt. Die Super Constellation war dabei nicht nur ein Arbeitsgerät, sondern ein Image‑Träger. In dieser Zeit wurde Fliegen mit einem Flieger dieser Größe noch als besondere Reiseform wahrgenommen, und entsprechend wurde auf elegante Linienführung und eine saubere, markante Lackierung geachtet. Die heutige Retro‑Lackierung der museal erhaltenen Super Constellations in München und Hermeskeil greift dieses Erbe wieder auf und der Revell‑Bausatz ist für viele Modellbauer genau der richtige Einstieg, um ein solches Flugzeug perspektivisch nachzubauen.

(Revell Shop Link)

Der Bausatz der „Connie“

Unser Modell ist derzeit einzigartig. Das macht die Lockheed L‑1049G Super Constellation Lufthansa‑Variante im Maßstab 1:144 zu einem der wenigen, aber dafür sehr authentischen Mainstream‑Bausätze dieses ikonischen Flugzeugs. Ihr könnt sie damit nicht nur als Lufthansa‑Muster, sondern je nach Bemalungsideen, gedanklich auch in den Farben von TWA, Eastern oder anderen Airlines umdenken.

Die Formen sind flüssig und rund wie am Original, die Konturen der Flügel und des Rumpfes entsprechen genau der typischen Lockheed‑Silhouette. Besonders beeindruckend ist, wie die Einzelteile im Ensemble wirken: der Rumpf mit klarer Linienführung, die offenen Fenster in den passenden Öffnungen, die detaillierten Triebwerksnacellen und die separat angesetzten Tragflächenenden mit den charakteristischen Tiptanks. Die Gravuren sind für den Maßstab deutlich, aber nicht übertrieben, sodass ihr nach dem Lackieren ein ruhiges, sauberes Oberflächenbild erhaltet, ohne dass euch jede einzelne Rille im Weg steht.

Der Bausatz auf dem Basteltisch – 95 Teile, Level 4

Der Bausatz kommt mit 95 Einzelteilen und ist als Level‑4‑Modell eingestuft, was euch signalisiert, dass er vor allem für fortgeschrittene Modellbauer gedacht ist. Ihr solltet schon ein wenig Erfahrung mit Flugzeugbausätzen in diesem Maßstab mitbringen, vor allem im Umgang mit dünnen Flügelansetzkanten, kleinen Röhrchen und der sorgfältigen Verarbeitung von Leitwerken und Tragflächen. Gleichzeitig ist die Bauanleitung so aufgebaut, dass ihr nichts Wichtiges verliert, auch wenn ihr nicht jede Referenz auf dem Schreibtisch liegen habt.

Die Konstruktion des Kits folgt einem klaren Aufbau: zwei Rumpfhälften, die die Fensteröffnungen bereits offen zeigen, ein passendes Cockpit‑Teil, das ihr oprional einbauen könnt, sowie die üblichen Leitwerk‑ und Tragflächen‑Elemente. Die Tragflächenenden und die Zusatztanks sind separat ausgeführt, sodass ihr theoretisch auch eine Variante ohne Tiptanks bauen könntet, auch wenn im Revell‑Erscheinungsbild die volle Tiptank‑Konfiguration für die Super‑G‑Version vorgesehen ist. Dazu gibt es die detaillierten Sternmotoren und die Fahrwerksbeine, die für den 1:144‑Maßstab überraschend fein geraten sind.

Wo ihr euch Zeit nehmen solltet

Wie bei vielen Flugzeugbausätzen kommt auch bei diesem Kit ein bisschen „Tuning“ von eurer Seite zugute. Die Anschlusskanten an Rumpf und Flügel können je nach eurer Gussausfertigung etwas Füll‑ oder Schleifarbeit erfordern. Die Triebwerksnacellen und die Verbindung von Flügel und Tiptanks sind ebenfalls Punkte, bei denen ihr penible Passgenauigkeit prüfen solltet, bevor ihr mit dem Lackieren beginnt. Wer gerne Detailarbeit macht, kann an den Röhrchen der Fahrwerksbelege, den Leitwerken und den Triebwerkskühlluftöffnungen gut ansetzen, ohne dass das Modell dadurch überladen wirkt.

Besonders wichtig ist Maßstab 1:144‑Skala die korrekte Ausrichtung der Flügel und der Heckflossen. Die Super Constellation ist ein flaches, weit ausladendes Flugzeug, und selbst kleine Winkelabweichungen wirken bei dieser Form schnell störend. Die Bauanleitung zeigt euch aber klar, wie die Einzelteile zusammengehören und wie viel Gewicht ihr im Rumpfvorderteil anbringen müsst, damit die Maschine nicht auf dem Schwanz hängt. Die als „Schwierigkeitsgrad Level 4“ eingestufte Kategorie ist also durchaus gerechtfertigt, aber sie bedeutet weniger „unmöglich“, sondern eher „für Leute, die sich der Details bewusst sind“.

Die Super Constellation ist nicht nur technischer als auch kultureller Zeitzeuge. Sie hat in vielen Dokumentationen und Filmen über die Nachkriegszeit eine Rolle gespielt, oft als stumme Kulisse, manchmal aber auch als Symbol für Status, Reichtum oder Flucht. In zahlreichen Reportagen über die frühe Lufthansa oder über die Entwicklung des internationalen Luftverkehrs taucht sie immer wieder auf, meist in den Farben von TWA oder Lufthansa. Für Modellbauer ist das interessant, weil ihr euch mit einem solchen Modell leicht in eine Szene aus einem Film oder einer Dokumentation hineindenken könnt.

Auch in historischen Romanen oder Luftfahrt‑Erzählungen wird die Constellation bzw. Super Constellation gerne als Hintergrund eingesetzt. Sie steht sinnbildlich für die Ära, in der Langstreckenflüge noch eine Reise mit besonderem Flair waren, mit Salatbowls, Cocktails und stilvollen Uniformen. Wenn ihr euch für solche Geschichten interessiert, verleiht der Bau des Revell‑Bausatzes eurem Modell noch eine zusätzliche Erzählebene: ihr bringt nicht nur ein Flugzeug nach, sondern auch eine ganze Atmosphäre.

Marienhof, Serien und Retro‑Flugzeuge – die Super Constellation heute

In Deutschland ist die Super Constellation in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem durch die museal erhaltenen Exemplare bekannt, etwa die D‑ALIN im Flugausstellungszentrum Hermeskeil oder die D‑ALEM im Besucherpark des Flughafens München. Diese Maschinen wurden in Retro‑Lufthansa‑Lackierungen aufgebaut und funktionieren heute wie lebendige Flugplatz‑Skulpturen, die die Besucher in die 1950er Jahre zurückversetzen.

Für Modellbauer ist dieser Umstand besonders reizvoll, weil ihr mit dem Revell‑Bausatz direkt auf eine Maschine anspielen könnt, die ihr vielleicht in der Realität vor Ort besucht habt. Die Lackierung, die ihr mit den beiliegenden Decals aufbringt, ist zwar eine eigene Interpretation der frühen Lufthansa‑Gestaltung, aber sie steht in der Tradition genau dieser Retro‑Exemplare. Wenn ihr wollt, könnt ihr die Details noch etwas an Referenzfotos anpassen und so eine Version bauen, die sich eng an die museumsgereinigten Super Constellations im Freilicht anlehnt.

Für einen wirklich stimmigen Look der Super Constellation lohnt es sich, auf einige wenige, aber effektive Details zu achten. Die Flügeloberflächen und besonders die Tiptanks könnt ihr zum Beispiel mit feinen Anrissschnitten oder leichten Schatten unter den Nahtstellen betonen, damit die gesamte Oberfläche nicht zu glatt wirkt. Die Triebwerksnacellen und die Rotorblätter der Propeller sind ebenfalls gute Punkte, um sorgfältige Grundierungen und Farbverläufe vorzunehmen.

Die Fensterreihen sind im Revell‑Kit bereits offen ausgeschnitten, was ein großes Plus ist, denn Maskierarbeiten entfallen zumindest für die großen Passagierfenster. Wer noch feinere Details möchte, kann in die Cockpitöffnung minimale Strukturen bringen oder mit kleinen Maskierklebern die Instrumentenbretter und Rundinstrumente andeuten. Die Decals sind für 1:144 typisch gut gedruckt; vor allem die kleinen Kennzeichen und Beschriftungen auf den Flügeln und am Rumpf lassen sich ohne große Probleme anbringen.

(Revell Shop Link)

Technische Eckdaten der Super Constellation L‑1049G

Die Lockheed L‑1049G Super Constellation war ein technischer Fortschritt gegenüber der ursprünglichen Constellation. Der Rumpf wurde im Vergleich zur L‑749 um etwa fünf Meter verlängert, sodass mehr Passagiere und Nutzlast untergebracht werden konnten. Die Flügel blieben im Grundprinzip gleich, aber die Triebwerke wurden leistungsstärker. Die L‑1049G setzte Wright R‑3350‑Turbo‑Compound‑Motoren ein, die rund 3.200 PS pro Maschine liefern konnten. Diese Motoren arbeiteten mit Kompressor‑Technologie, bei der Abgasturbinen zusätzliche Leistung aus dem Abgasstrom zurückgewinnen.

Mit einer Spannweite von etwa 38 Metern und einer Länge von gut 35 Metern war die Super Constellation kein besonders kurzer Flieger, dafür aber vergleichsweise schmal und wendig für eine Langstreckenmaschine. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei etwa 600 km/h, die Reisegeschwindigkeit bei rund 550 km/h. Dazu kam eine Reichweite von über 8.000 Kilometern, was für die 1950er‑Jahre eine enorme Leistung war und Lufthansa mit der Super Constellation Transatlantikdienste in Deutschland eröffnen ließ, ohne ständig auf Zwischenlandungen setzen zu müssen.

Der Revell‑Baustein rund um zivile Luftfahrt der 1950er‑Jahre ist bewusst klein und präzise gehalten. Die Super Constellation L‑1049G Lufthansa ist dabei kein bloßes „Vintage‑Reissue“, sondern ein im Geist und Design auf die heutigen Ansprüche aktualisiertes Modell, das sich gleichzeitig eng an die historischen Originalformen hält. Für Modellbauer bedeutet das, dass ihr mit einem einzigen Kit Zugriff auf ein Flugzeug erhaltet, das in anderen Maßstäben teils nur noch über rarer Vacu‑ oder Resin‑Kits oder überhaupt nicht mehr erhältlich ist.

Für eure Werkstatt ist die Maschine eine schöne Ergänzung, wenn ihr euch schon einmal mit Jet‑Airlinern wie der Boeing 707 oder ähnlichen moderneren Maschinen beschäftigt habt. Die Super Constellation setzt einen Gegenpol: sie kommt mit Kolbentriebwerken, mit einer deutlich sichtbaren Mechanik an den Triebwerken und Flügeln und mit einer eher klassischen Leitwerksform. Wenn ihr einmal eine Szene mit verschiedenen Flugzeugtypen plant, könnt ihr mit diesem Revell‑Kit die Brücke zwischen den letzten großen Propellermaschinen und den frühen Jetflugzeugen schlagen.

Für uns als Modellbauer ist die Lockheed L‑1049G Super Constellation Lufthansa ein Stück Zeitmaschine. Sie verbindet technische Details, historische Relevanz und eine Optik, die sich einfach gut bauen und noch besser ausstellen lässt. Mit dem Revell‑Bausatz im Maßstab 1:144 bekommt ihr ein Werkzeug in die Hand, das sowohl für die praktische Arbeit am Basteltisch als auch für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Lufthansa geeignet ist. Ob ihr die Maschine als klassisches Verkaufsdisplay oder als Teil eines größeren Dioramas baut, bleibt euch überlassen.

Inspirationen zum Bau

Lockheed L-1049G Super Constellation – walk around & inside – Flugausstellung Hermeskeil 2016

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Lufthansa Lockheed Super Constellation L-1049 G

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Simulator Lufthansa | Lockheed L-1049G “ Super Constellation „| Die Königin der Lüfte | Simulator , Simulation

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VHS-Rip Deutsche Lufthansa Lockheed L-1649A Starliner Promo Film 1958, GER

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